Plagiozephalie –Wenn der Babykopf eine asymmetrische Form annimmt.
Eltern bemerken oft in den ersten Lebensmonaten ihres Babys eine leichte Abflachung am Hinterkopf oder eine asymmetrische Kopfform. Dieses Phänomen, bekannt als Plagiozephalie, tritt häufig durch einseitige Lagerung auf und kann das natürliche Wachstum des Schädels beeinflussen. Während die Deformierung in vielen Fällen harmlos ist, kann sie unbehandelt zu funktionellen Einschränkungen führen. In diesem Blog erklären wir, was Plagiozephalie genau ist, welche Ursachen und Folgen sie haben kann und welche Behandlungsmöglichkeiten – von Lagerungstechniken bis hin zu therapeutischen Maßnahmen – helfen können, die Kopfform Ihres Babys sanft zu korrigieren.

Was ist Plagiozephalie?
Plagiozephalie, umgangssprachlich auch als "Schiefkopf-Syndrom" bekannt, bezeichnet eine asymmetrische Abflachung des Schädels. Diese kann bereits bei Neugeborenen auftreten und ist meist harmlos, kann jedoch unbehandelt langfristige Folgen für die Kopfform, die Kieferstellung oder die motorische Entwicklung haben.

Häufigkeit und Diagnose der Plagiozephalie
Plagiozephalie ist eine häufige Schädelverformung bei Säuglingen. Studien zeigen, dass bis zu 50 % der Babys im ersten Lebensjahr in unterschiedlichem Ausmaß betroffen sind. Besonders häufig tritt sie bei Frühgeborenen auf, da ihr Schädel weicher ist. Auch Babys, die viel Zeit in einer Rückenlage verbringen, sind anfälliger für die Entwicklung einer Plagiozephalie.
Diagnose von Plagiozephalie
Die Diagnose erfolgt meist durch Hebammen, da sie das Baby genauer unter die Lupe nehmen.
Anzeichen für eine Plagiozephalie sind:
Abgeflachte Kopfpartien, meist einseitig
Asymmetrische Stirn oder Ohrenposition
Eingeschränkte Kopfbeweglichkeit
Mögliche Auswirkungen auf Kieferstellung und Gesichtssymmetrie
Zur genauen Beurteilung kann man eine 3D-Vermessung des Kopfes, oder wie bei Medico Therapie eine manuelle Vermessung des Kopfes machen, oder eine bildgebende Diagnostik wie eine Ultraschalluntersuchung hilfreich sein.
Ursachen der Plagiozephalie
Die häufigste Form ist die lagerungsbedingte Plagiozephalie, die entsteht, wenn der Säugling über längere Zeit in derselben Position liegt. Weitere Ursachen sind:
Intrauterine Einflüsse: Eine ungünstige Lage im Mutterleib kann den Schädel verformen.
Geburtsarten und ihr Einfluss auf Schädeldeformationen:
Spontangeburt: In den meisten Fällen verläuft die Geburt ohne Komplikationen, jedoch kann eine längere Passage durch den Geburtskanal Druck auf den Schädel ausüben und vorübergehende Verformungen verursachen.
Instrumentelle Geburt (Saugglocke oder Zange): Hierbei wird durch mechanischen Druck eine asymmetrische Verformung des Schädels begünstigt.
Kaiserschnitt: Obwohl der Schädel dabei weniger mechanischem Druck ausgesetzt ist, kann eine längere einseitige Lage im Mutterleib vor der Geburt eine Deformation begünstigen.
Muskuläre Probleme: Eine einseitige Verspannung der Nackenmuskulatur (Torticollis) kann dazu führen, dass das Baby seinen Kopf bevorzugt in eine Richtung dreht.
Frühgeburtlichkeit: Der weiche Schädel von Frühgeborenen ist besonders anfällig für Verformungen.
Mehrlingsschwangerschaften: Weniger Platz im Mutterleib kann zu einer erhöhten Druckbelastung des Kopfes führen.

Wichtigkeit der Kontrolle des Neugeborenen nach der Geburt auf Plagiozephalie
Die ersten Tage und Wochen nach der Geburt sind entscheidend, um mögliche Schädelverformungen frühzeitig zu erkennen. Eine regelmäßige Kontrolle des Kopfes durch Kinderärzte oder spezialisierte Therapeuten hilft, erste Anzeichen einer Plagiozephalie zu identifizieren und sofortige Maßnahmen zur Prävention oder Behandlung einzuleiten. Dabei sollte auf folgende Punkte geachtet werden:
Symmetrie des Kopfes und der Gesichtszüge
Position der Ohren und Stirn
Beweglichkeit des Nackens und der Kopfhaltung
Vorlieben für eine bestimmte Liegeposition
Früherkennung ermöglicht eine effektive, schonende Therapie und kann schwerwiegendere Langzeitfolgen verhindern.
Die Bedeutung der richtigen Lagerung des Neugeborenen
Eine korrekte Lagerung des Babys ist essenziell, um Plagiozephalie vorzubeugen und eine gesunde Schädelentwicklung zu fördern. Besonders in den ersten Lebensmonaten sollte darauf geachtet werden, dass das Baby regelmäßig seine Kopfposition ändert. Wichtige Maßnahmen sind:
Wechsel der Schlafposition (z. B. abwechselnd nach links und rechts drehen)
Viel Bauchlage während der Wachphasen zur Entlastung des Hinterkopfes
Vermeidung von längerem Aufenthalt in Babyschalen oder Wippen
Aktive Förderung der Kopfbewegung durch spielerische Anreize
Wichtigkeit der Behandlung in den ersten 3 Monaten
Die ersten drei Lebensmonate sind entscheidend für die Schädelentwicklung, da die Knochen in dieser Zeit noch sehr weich und formbar sind. Eine frühzeitige Therapie kann Verformungen effektiv korrigieren und langfristige Beeinträchtigungen vermeiden. Eltern sollten daher bereits bei ersten Anzeichen einer Plagiozephalie eine professionelle Einschätzung einholen.
Therapie der Plagiozephalie
Die Behandlung hängt von der Schwere der Verformung ab. In den meisten Fällen reichen konservative Maßnahmen:
01
Lagerungstherapie
Variieren der Schlafpositionen
Anregung zur Kopfbewegung in beide Richtungen
Einsatz spezieller Lagerungskissen
02
Spezialisierte Therapiemethoden und Osteopathie
Bei muskulären Dysbalancen oder Bewegungseinschränkungen kann eine gezielte Therapie helfen:
Sanfte Mobilisation des Nackens
Übungen zur Förderung der symmetrischen Entwicklung
Verbesserung der Körperhaltung und Motorik
03
Helmtherapie
Bei schweren Fällen oder wenn konservative Massnahmen nicht ausreichen, kann eine individuell angepasste Helmtherapie sinnvoll sein. Diese Methode wird meist ab dem 4. bis 12. Lebensmonat angewendet.
Folgen unbehandelter Plagiozephalie
Unbehandelt kann eine Plagiozephalie langfristige Auswirkungen haben, darunter:
Bleibende Kopfasymmetrie, die kosmetisch störend sein kann
Kieferfehlstellungen, die spätere Zahnprobleme oder Kauprobleme verursachen können
Haltungsprobleme, z. B. durch eine ungleiche Belastung der Wirbelsäule
Motorische Entwicklungsverzögerungen, da die Kopfhaltung Einfluss auf das Gleichgewicht und die Bewegungsentwicklung hat
Erhöhtes Risiko für Migräne oder Spannungskopfschmerzen im späteren Leben
Wie kann Medico Therapie helfen und was sind ihre Vorteile ?
Bei Medico Therapie sind wir auf die ganzheitliche Behandlung von Plagiozephalie spezialisiert. Unser erfahrenes Team setzt auf bewährte Methoden wie manuelle Therapie, osteopathische Techniken und gezielte Bewegungsförderung, um die natürliche Kopfform Ihres Kindes optimal zu unterstützen.
Unsere Vorteile:
✅ Individuelle Beratung und maßgeschneiderte Therapiepläne ✅ Sanfte, kindgerechte Behandlungsmethoden ✅ Enge Zusammenarbeit mit Hebammen, Osteopathen und spezialisierten Fachpersonal ✅ Förderung der motorischen Entwicklung für eine gesunde Zukunft
Fazit: Eine gesunde Entwicklung für ihr Kind mit Unterstützung von Medico Therapie
Plagiozephalie ist ein häufiges, aber gut behandelbares Problem. Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Therapie können langfristige Folgen verhindern. Medico Therapie begleitet Sie und Ihr Kind mit Fachwissen und Einfühlungsvermögen auf dem Weg zu einer gesunden Entwicklung.
Melden Sie sich auch bei Medico Therapie, wenn Sie allgemeine Fragen haben – wir unterstützen Sie und ihr Baby auf dem Weg zu einer gesunden Zukunft